Monat: Januar 2018

Stigmata von Susanne Klimt

Liebe Leserinnen und lieber Leser,

 

haben auch Sie schon einmal von den unheimlichen Wundmalen gehört, die bei manchen Menschen wie aus dem Nichts plötzlich auftauchen? Immer wieder auf der ganzen Welt berichten die Medien über solche Ereignisse.

 

Seit Jahrhunderten kann niemand diese unheimlichen Phänomene erklären und doch sind sie da! Man nennt dies auch Stigmatisation. Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet „Stich“ oder „durchstochen“. Stigmatisation heißt, dass sich bei einem Menschen plötzlich aus unerklärlichen Gründen Wunden bilden.

 

Zumeist wird der Begriff Stigmata dann mit den Wundmalen Christi in Verbindung gebracht. Das können die Nagelwunden an Händen oder Füßen sein, die Wunden an der Stirn, die durch die Dornenkrone verursacht wurde, die Spuren der Geißelung an Rücken und Schultern oder eine klaffende Wunde an der Seite, die Jesus von einem römischen Soldaten mittels eines Speeres zugefügt wurde. Einhergehend mit den Stigmata sind große Schmerzen, die von den oft kontinuierlich blutenden Wundmalen ausgehen.

 

Charakteristisch für Stigmata ist, dass diese Wunden nicht heilen, sich allerdings auch nicht entzünden oder infizieren. Auffällig auch, dass die Stigmatisation in den Ostkirchen nahezu unbekannt ist. Stigmatisierte sind in der Regel dem römisch katholischen Glauben angehörig. In der Bibel finden sich zwei markante Stellen, an denen ein Malzeichen Erwähnung findet. Zum einen finden wir in der Offenbarung einen Hinweis auf das Malzeichen des Tieres an Stirn oder Hand (Offenbarung 13, 16-17), welches aber mit den Stigmata, mit denen wir uns hier befassen, nichts zu tun hat. Ein interessanterer Hinweis findet sich in der Bibel im Brief des Paulus an die Galater in Kapitel 6,17: “Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe“.

 

Ob mit dieser Beschreibung tatsächliche Wundmale gemeint sind oder es sich doch eher auf ein Gleichnis bezieht, das jeder Mensch das Leben und Sterben Jesus in sich trägt (zweiter Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 4,10: „Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde“), lässt sich aber abschließend wohl nicht klären.

 

Kommen wir also nun zu den geschichtlich belegten Wundmalen, wie wir sie eingangs beschrieben haben. Es gibt eine Reihe Stigmatisierter, von denen Ihnen die meisten sicherlich bekannt sind. Der Erste, der uns in dieser Geschichte begegnet, dürfte Giovanni Battista Bernardone, besser bekannt unter dem Namen Franz von Assisi, gewesen sein. Der Begründer des Franziskanerordens soll sich im Jahre 1224 in seine Einsiedelei auf den Berg La Verna in Italien zurückgezogen haben, wo ihm nach einer vierzigtägigen tätigen Fastenzeit am Michaelistag (andere Quellen sprechen vom Tag der Kreuzfindung) ein Engel aus der Hierarchie der Seraphim erschien. Nach dieser Begegnung hatte er plötzlich die Wundmale an Händen, Füßen und seitlich in Höhe der Rippen. Franz von Assisi war bis zu seinem Tod im Jahre 1226 darum bemüht, seine Stigmata vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Seine Wundmale wurden erst bei seinem Tod bekannt.

 

 

So sind die Wundmale des Franz von Assisi die ersten, welche geschichtlich erwähnt und belegten wurden. Die erste Frau, die in Zusammenhang mit Stigmatisierung in der Geschichte beschrieben wird, ist die Mystikerin Christine von Stommeln. In ihrer Jugendzeit hatte sie Visionen von Jesus, später litt sie an Teufelsversuchungen. In dieser Zeit lernte Sie den schwedischen Dominikaner Petrus de Dacia kennen, der als ihr Seelenführer Ihre Geschichte aufzeichnete. Aus diesen Aufzeichnungen geht auch hervor, dass Christine mit Wundmalen gezeichnet war: „Während sie, vom Geist erfasst, so völlig von Sinnen war, öffnete sie ihre linke Hand, und ich sah, was ich mir von Kindheit an gewünscht hatte: in der weißen Hand der Jungfrau das Kreuz unseres Herrn von blutroter Farbe. (aus Vita Christinae, S. 16)“.

Ein medizinisch sehr genau belegter Fall von Stigmatisation begegnet uns in Person von Anna Katharina Emmerick. Sie lebte von 1774 bis 1824 und war Ordensschwester des Augustinerordens. 1811 wurde das Kloster aufgehoben, und Anna Katharina zog zu einem Pater namens Lambert, dessen Haushalt sie führte bis sie ein Jahr darauf schwer erkrankte.

 

Zu dieser Zeit bildeten sich auf ihrem Körper Wundmale, die immer wieder in den folgenden zwölf Jahren an jedem Freitag erneut auftraten. Darauf begann die Kirche im Jahr 1813 mit einer Untersuchung, die allerdings keinen Beweis über eine Vortäuschung der Wundmale erbrachte. Von nun an wurde Anna Katharina Emmerick zum Pilgerziel für Menschen aus aller Herren Länder und jeglicher Bevölkerungsschichten. 1819 wurden Ihre Visionen vom Dichter Clemens Brentano, der sie fünf Jahre regelmäßig besuchte, in 40 Foliobänden aufgezeichnet. Der Krankheitsverlauf bei Anna Katharina wurde neben der schon erwähnten kirchlich angeordneten Untersuchungen auch von mindestens 20 anderen Ärzten dokumentiert, welche die Wundmale und die damit in Verbindung stehenden regelmäßigen Blutungen genau dokumentierten. Anna Katharina Emmerick starb im Februar 1824 und wurde 2004 von Papst Johannes Paul II selig gesprochen.

 

Allerdings sind der Geschichte auch Fälle bekannt, in denen Menschen Wundmale bekamen, die nichts mit denen der Wundmale Christi zu tun haben. So hat es 1926 einen Fall gegeben, in dem die damals 12jährige Eleonora Zugun von einem Poltergeist angegriffen wurde. Dieser Fall wurde von der österreichischen Parapsychologin Gräfin Zoë Wassilko-Serecki über zwei Jahre hinweg dokumentiert und gilt als einer der bedeutendsten Fälle der Parapsychologie des letzten Jahrhunderts. Die Angriffe des Poltergeistes führten so weit, dass er das Mädchen kratzte und biss. Danach zeigte der Körper an Gesicht, Armen und Händen zahlreiche Kratzer und Zahnabdrücke. Die Angriffe hörten unvermittelt auf, als Eleonora in die Pubertät kam.

 

Ein äußerst spektakulärer Fall ist der von Therese Neumann. Sie wurde in der Nacht von Karfreitag 1898 in Konnersreuth geboren. Mit 20 Jahren erlitt sie einen Unfall durch einen Brand des elterlichen Hause und wurde ihre Wirbelsäule wurde schwer beschädigt. Außerdem erblindete sie und siechte jahrelang vor sich hin. Als die heilige Theresia in Rom vom Papst heilig gesprochen wurde konnte sie plötzlich nach viereinhalb jähriger Blindheit plötzlich sehen. Keine 2 Jahre später ließ auch die Lähmung nach und Therese konnte wieder aufstehen und gehen. Doch wart das Glück nicht lange, denn während der Fastenzeit 1926 stellten sich Stigmata an Händen, Füßen und der Brustkorbseite ein. Sie bekam Visionen über das Leben und Leiden Jesu und machte immer wenn die Wunden zu bluten begannen den Tod Jesus mental und physisch durch.

 

Über siebenhundert mal, so wird es überliefert! Sie aß und trank nicht mehr richtig und lebte 36 lange Jahre nur von der täglichen, heiligen Kommunion. Sie führte ein einfaches Leben in großer Hilfsbereitschaft, was sie nicht nur bei den Konnersreuthern, sondern auch in der ganzen Welt beliebt machte. 1862 starb Therese an einem Herzinfarkt und wurde in Konnersreuth beigesetzt wo wegen ihrer großen Wundertätigkeit noch heute viele Dankestafeln an ihrem Grab zu sehen sind. Viele Votivtafeln werden auch heute noch dort aufgestellt. Mehrfach wurde sogar schon im Vatikan eine Heiligsprechung beantragt.

 

 

Die wohl berühmteste stigmatisierte Persönlichkeit ist der 1887 in Italien geborene Pater Pio. Schon als kleiner Junge fällt den Eltern auf, dass er immer wieder Kreuze malt. Zunächst verbieten ihm die Eltern dies und untersagen ihm sogar den Schulunterricht, da er zuhause mithelfen und Schafe hüten musste. Doch nach langen Bitten schicken ihn die Eltern doch noch zum Unterricht. Mit grade mal sechzehn Jahren folgt er seiner Spiritualität und tritt einem Kapuzinerkloster bei, wo er den Namen Fra Pio erhält.

 

Er legt sein Gelübde ab und widmet sich dem Priesterstudium. Im Jahre 1918 geschieht etwas sonderbares. Quasi über Nacht erscheinen an seinem Körper die fünf Wundmale Christi. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Lande und auf der ganzen Welt. Hunderttausende von Menschen reisen in das kleine Dorf namens San Giovanni Rotondo. Immer wieder wurde der Priester als Schwindler dargestellt doch selbst genaueste Untersuchungen von Ärzten und der katholischen Kirche konnten keinen Betrug feststellen. Pater Pio litt sein ganzes Leben lang unter den offenen Wunden. Viele Menschen, die von der Medizin als Todeskandidaten oder als unheilbar bezeichnet wurden, heilte er mit der Hilfe Gottes.

 

Immer mehr Menschen fanden zu ihm und warteten oft stundenlang, nur um in seine Messen zu kommen oder ihn zu sehen. Pater Pio nahm seinen Auftrag im Namen des Herrn sehr dankbar an und baute mit den Spendengeldern die modernsten Krankenhäuser Italiens. Wo immer er Gutes tun konnte, war er da. Im Jahre 1969 stirbt Pater Pio 81 jährig und verspricht noch kurz vor seinem Tode, weiterhin aus dem Himmel den Gläubigen zu helfen.

 

Das kleine Dorf mit dem malerischen Kloster zieht noch heute viele Pilger magisch an. Berühmte Medien, die Kontakt zu der geistigen Welt herstellen können, behaupten, dass immer, wenn Pater Pio mit seinen lichtvollen Energien erscheint, ein zauberhafter Rosenduft den Raum erfüllt. Im Mai 1999 sprach ihn der Papst selig und hunderttausende pilgerten zu diesem Anlass nach Rom.

 

Man sagt, dass wann immer man Pater Pio um seine Hilfe bittet, er es mit Sicherheit nicht überhört und für uns im Himmel betet!

 

Wenn auch Sie unerklärliche Dinge erleben, paranormale Phänomene geschehen und Sie Fragen dazu haben stehe ich Ihnen gerne mit meiner über 35 jährigen Erfahrung als Expertin für wundersame Dinge hilfreich zur Seite!

 

Herzlichst Ihre

Susanne Klimt

Gibt es Werwölfe wirklich?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

gibt es Werwölfe wirklich? Seit Jahrhunderten liest und hört man von beeindruckenden Schilderrungen und Augenzeugenberichten. Aber was ist denn überhaupt ein Werwolf?

 

Fast in allen Kulturen der Weltgeschichte, sind Verwandlungen vom Menschen in Tiere oder in Mischwesen bekannt. Der Begriff „Werwolf“ bezeichnet das Mysterium, das sich ein Mensch unter besonderen Umständen nachts in ein Tier verwandeln kann und bei Tagesanbruch wieder seine menschliche Gestalt annimmt.

 

Dies nennt man auch Lykanthrophie (von griechisch Lýkos, „Wolf“ und Anthrōpos, „Mensch“) und bezeichnet die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Wolfsmenschen). Im alten Griechenland gab es die Sage von König Lykaon von Arkadien, der wegen Opferung eines Kindes in einen Wolf verwandelt wurde.

 

Der Ursprung der Werwolf-Sagen ist in den kultischen der Festen der Skythen zu suchen, bei deren Feierlichkeiten man sich mit einem wolfsgestaltigen Gott vereinte, indem man sich mit einem Wolfsfell bekleidete. Von den Skythen wurde dann dieser Brauch an die Germanen überliefert, wobei in späterer Zeit nur die Sage überblieb und der Ursprung vergessen wurde.

 

Im Zuge der mittelalterlichen Inquisition nahm man die Mähr vom Werwolf gerne als Anlass, Menschen zu verurteilen und hinzurichten. Das mittelalterliche Köln erlebte im Jahre 1589 die wohl aufregendste und populärste Anklage gegen einen Werwolf. Der Bauer Peter Stubbe wurde hingerichtet, weil er laut Zeugenaussagen angeblich rund ein Dutzend Kinder umgebracht und sich an mehreren Mädchen vergangen haben sollte. Strittig ist bis heute, ob es sich bei diesem Prozess tatsächlich darum drehte, Peter Stubbe als Werwolf zu verurteilen, oder es sich um einen arrangierten Prozess handelte, der lediglich dazu dienen sollte, sich eines politischen Querulanten zu entledigen. Der Fall Stubbe stieß auch außerhalb Deutschlands auf großes Interesse, es wurden sogar Handzettel verteilt, auf denen in Wort und Bild die vermeintlichen Untaten Stubbes sensationslustig bis ins kleinste Detail geschildert wurden.

 

Der Fall trug sehr zur Verbreitung des Werwolfmythos bei und war für die mittelalterliche katholische Kirche ein neuerlicher Grund, um Menschen und Tiere zu verteufeln. Schnell sprachen sich die Geschichten herum und häufig kam es vor, dass so mancher ängstlicher Mensch in allem und jedem einen Werwolf sah.

 

Eine der schönsten Werwolfgeschichten, die mir jemals zugetragen wurde, ist die Geschichte von Marinka und Paul. Im 18. Jahrhundert lebte die junge, wunderschöne Marinka in einer kleinen Bauernkate am Rande des Waldes der Masuren. Als Vollwaise erarbeitete sie sich ihren Lebensunterhalt mit dem Hüten von Schafen. Eines Tages bemerkte sie große Aufruhr in ihrer Herde. Ein Wolf hatte sich angeschlichen und versuchte ein junges Lamm zu reißen. Marinka ergriff geistesgegenwärtig einen Stein und warf ihn dem Wolf an den Kopf. Der Wolf heulte auf und ergriff die Flucht ins nächste Dickicht.

 

Wenige Minuten später kam ein junger Mann aus dem Gehölz hervor und schaute Marinka traurig an. Marinka erschrak, denn sie erkannte die Augen des Wolfes wieder. Mit ihrem starken Glauben zu Gott rief sie ihm beherzt zu: “Hab keine Angst! Ich habe mit meinem Herzen Dein wahres Gesicht erkannt!“ doch der Mann rannte fort. Einige zeit später erschien er Marinka noch einige male und sie verliebten sich ineinander. Den Dorfbewohnern blieb es nicht verborgen, das die fromme Marinka zeitweilig Herrenbesuch bekam und eines nachts beschlossen sie sie zu beobachten, stellten dabei jedoch entsetzt fest, das der Mann die Gestalt eines Wolfes annahm. Marinka wurde bezichtigt einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben und verurteilt. Auf wundersame Weise jedoch gelang ihr die Flucht. Man suchte nach ihr doch sie wurde nie gefunden.

 

So hat sich bis heute diese Geschichte weiter getragen und immer wenn des Nachts die Wölfe heulen, dann sagt man in Masuren, es seien Marinka und Paul die ihre Liebe beweinen. Seit je her galt der Wolf auch als Reittier von Hexen.

 

Dies wird im wohl bekanntesten Buch der Inquisition, dem so genannten Hexenhammer, beschrieben. Im Mittelalter begannen damit auch regelrechte Hetzjagden auf Wölfe. So verpflichtete beispielsweise Karl der Große seine Ritter dazu, nicht nur die heidnischen Sachsen zu verfolgen, sondern auch jeden Wolf zu töten, der ihnen unterwegs begegnete. Der Adel kam diesem neuen Volkssport gerne nach und züchtete für die Jagd auf Wölfe eine neue Hunderasse, den irischen Wolfshund.

 

In späteren Zeiten des Mittelalters wurde das Problem der Wolfswerdung von den damaligen Wissenschaftlern jedoch ernster genommen. So untersuchte man, ob es tatsächlich möglich wäre, sich in ein Tier zu verwandeln und kam zu dem Schluss, das bestimmte Hexen und Hexenmeister sich mit Hilfe einer magischen Salbe in Werwölfe verwandeln konnten. Man einigte sich darauf, dass sich dies nicht mit den göttlichen Lehren vereinbaren ließe und so wurde auch im „Malleus maleficarum“ (Hexenhammer) schriftlich fixiert, dass es sich um ein Trugbild des Teufels handle, was vor allem in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und der Schweiz Folter und den Tod auf dem Scheiterhaufen vieler tausender Männer und Frauen bedeutete.

 

Wie auch bei den Hexenprozessen reichte eine geringe Beschuldigung (allein schon der Verdacht) aus, um einen vermeintlichen Werwolf auf den Scheiterhaufen zu bringen. Das Urteil stand schon vorab fest und wer die gewünschten Antworten nicht lieferte wurde gefoltert bis er gestand. Heutzutage weiß man, dass es eine Reihe von medizinischen Erklärungen gibt, warum ein Mensch irrtümlich für ein Wolf gehalten wird. Die grausame Erbkrankheit Porphyrie verursacht eine gelbliche, oft behaarte Haut, die extrem lichtempfindlich sein kann. Daher können die Erkrankten nur im Dunkeln hinausgehen, um keine Gewebeschäden zu riskieren. Ihre Hände sind von Geschwüren deformiert, so dass sie oft wie Tierpfoten erscheinen.

 

Auch so genannte Mutterkornvergiftungen, die durch verdorbenen Roggen ausgelöst wurden, waren in Europa spätestens seit dem neunten Jahrhundert leider weit verbreitet. Die häufig tödlichen Vergiftungen konnten lebhafte Halluzination der unterschiedlichsten Art hervorrufen. Im toxischen Wahn verhielten sich die Betroffenen oftmals wie ein wildes Tier und griffen bestialisch ihre Mitmenschen an. Bei psychischen Erkrankungen, unter anderem der Lykanthrophie, manifestieren sich kannibalische Wunschphantasien. Eine Krankheit, in der die Patienten mit mörderischer Veranlagung, ihren Trieb zu töten einem Tierwesen zuschreiben und die Verantwortung an ihr animalisches „Ich“ übergeben. In ihrer Wahnvorstellung betrachten sie sich irgendwann nur noch als das Tier.

 

Ein weiterer Aspekt der heutigen Werwolf-Geschichten ist die Verbindung mit dem Vollmond. Der Lauf des Mondes hat einen großen Einfluss auf Menschen und Pflanzen, was auch den Kelten bereits bekannt war. Deswegen ist es nicht erstaunlich, dass die magische Verwandlung eines Menschen in einen Wolf auch heute noch mit dem Mond in Verbindung gebracht wird.

 

Wie wir gesehen haben, gibt es Tiermenschen auf der ganzen Welt und in vielen unabhängigen Kulturkreisen. Die Wolfsmenschen sind ein Teil der Kulturen jener Länder, in denen Wölfe vorkommen. Aber die Geschichten von Menschen, sich in einen Wolf und wieder zurück verwandeln können, findet man vornehmlich in Europa. Jede Generation machte dieses Monster noch etwas gefährlicher und fügte noch ein Detail hinzu.

 

Weil die Werwolf-Geschichten sich über so eine lange Zeit entwickelt haben ist es sehr unwahrscheinlich, dass tatsächlich ein Werwolf existiert, wie er heute beschrieben wird. Es wird mit solchen falschen Wahrheiten wieder nur einmal deutlich, wie schnell sich irgendwelche Phantasien der Menschen herum sprechen und wie schnell Personen auf Grund einer Krankheit oder ihres Äußeren unschuldig verurteilt werden.

 

Meinem Erachten nach gibt es den Werwolf, den wir aus Märchen, Sagen und Hollywoodfilmen kennen, nicht. Somit glaube ich auch nicht an echte Werwölfe, die in Vollmondnächten Jagd auf Menschen machen. Höchstens an psychisch kranke Menschen, die meinen ein Werwolf zu sein.

 

Also haben Sie keine Angst vor Wölfen, sondern betrachten Sie diese als wunderbare Tiere, die sich Gott sei Dank auch wieder in unseren heimischen Wäldern ansiedeln nachdem Sie fast ausgerottet wurden und verurteilen Sie niemals einen Menschen als Werwolf, denn diese gibt es nicht!

 

 

Ich wünsche Ihnen nur gute Begegnungen mit Mensch und Tier!

Herzlichst Ihre

Ihre Susanne Klimt

 

Bei Fragen zu paranormalen Phänomenen, Spukerscheinungen und außergewöhnlichen Dingen stehe ich Ihnen gerne mit meiner über 35 Jahre zählenden Berufserfahrung als Expertin für paranormale Phänomene hilfreich zur Seite.