Liebe Leserinnen und lieber Leser,

 

haben auch Sie schon einmal von den unheimlichen Wundmalen gehört, die bei manchen Menschen wie aus dem Nichts plötzlich auftauchen? Immer wieder auf der ganzen Welt berichten die Medien über solche Ereignisse.

 

Seit Jahrhunderten kann niemand diese unheimlichen Phänomene erklären und doch sind sie da! Man nennt dies auch Stigmatisation. Das Wort kommt aus dem griechischen und bedeutet „Stich“ oder „durchstochen“. Stigmatisation heißt, dass sich bei einem Menschen plötzlich aus unerklärlichen Gründen Wunden bilden.

 

Zumeist wird der Begriff Stigmata dann mit den Wundmalen Christi in Verbindung gebracht. Das können die Nagelwunden an Händen oder Füßen sein, die Wunden an der Stirn, die durch die Dornenkrone verursacht wurde, die Spuren der Geißelung an Rücken und Schultern oder eine klaffende Wunde an der Seite, die Jesus von einem römischen Soldaten mittels eines Speeres zugefügt wurde. Einhergehend mit den Stigmata sind große Schmerzen, die von den oft kontinuierlich blutenden Wundmalen ausgehen.

 

Charakteristisch für Stigmata ist, dass diese Wunden nicht heilen, sich allerdings auch nicht entzünden oder infizieren. Auffällig auch, dass die Stigmatisation in den Ostkirchen nahezu unbekannt ist. Stigmatisierte sind in der Regel dem römisch katholischen Glauben angehörig. In der Bibel finden sich zwei markante Stellen, an denen ein Malzeichen Erwähnung findet. Zum einen finden wir in der Offenbarung einen Hinweis auf das Malzeichen des Tieres an Stirn oder Hand (Offenbarung 13, 16-17), welches aber mit den Stigmata, mit denen wir uns hier befassen, nichts zu tun hat. Ein interessanterer Hinweis findet sich in der Bibel im Brief des Paulus an die Galater in Kapitel 6,17: “Hinfort mache mir niemand weiter Mühe; denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leibe“.

 

Ob mit dieser Beschreibung tatsächliche Wundmale gemeint sind oder es sich doch eher auf ein Gleichnis bezieht, das jeder Mensch das Leben und Sterben Jesus in sich trägt (zweiter Brief des Paulus an die Korinther, Kapitel 4,10: „Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde“), lässt sich aber abschließend wohl nicht klären.

 

Kommen wir also nun zu den geschichtlich belegten Wundmalen, wie wir sie eingangs beschrieben haben. Es gibt eine Reihe Stigmatisierter, von denen Ihnen die meisten sicherlich bekannt sind. Der Erste, der uns in dieser Geschichte begegnet, dürfte Giovanni Battista Bernardone, besser bekannt unter dem Namen Franz von Assisi, gewesen sein. Der Begründer des Franziskanerordens soll sich im Jahre 1224 in seine Einsiedelei auf den Berg La Verna in Italien zurückgezogen haben, wo ihm nach einer vierzigtägigen tätigen Fastenzeit am Michaelistag (andere Quellen sprechen vom Tag der Kreuzfindung) ein Engel aus der Hierarchie der Seraphim erschien. Nach dieser Begegnung hatte er plötzlich die Wundmale an Händen, Füßen und seitlich in Höhe der Rippen. Franz von Assisi war bis zu seinem Tod im Jahre 1226 darum bemüht, seine Stigmata vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Seine Wundmale wurden erst bei seinem Tod bekannt.

 

 

So sind die Wundmale des Franz von Assisi die ersten, welche geschichtlich erwähnt und belegten wurden. Die erste Frau, die in Zusammenhang mit Stigmatisierung in der Geschichte beschrieben wird, ist die Mystikerin Christine von Stommeln. In ihrer Jugendzeit hatte sie Visionen von Jesus, später litt sie an Teufelsversuchungen. In dieser Zeit lernte Sie den schwedischen Dominikaner Petrus de Dacia kennen, der als ihr Seelenführer Ihre Geschichte aufzeichnete. Aus diesen Aufzeichnungen geht auch hervor, dass Christine mit Wundmalen gezeichnet war: „Während sie, vom Geist erfasst, so völlig von Sinnen war, öffnete sie ihre linke Hand, und ich sah, was ich mir von Kindheit an gewünscht hatte: in der weißen Hand der Jungfrau das Kreuz unseres Herrn von blutroter Farbe. (aus Vita Christinae, S. 16)“.

Ein medizinisch sehr genau belegter Fall von Stigmatisation begegnet uns in Person von Anna Katharina Emmerick. Sie lebte von 1774 bis 1824 und war Ordensschwester des Augustinerordens. 1811 wurde das Kloster aufgehoben, und Anna Katharina zog zu einem Pater namens Lambert, dessen Haushalt sie führte bis sie ein Jahr darauf schwer erkrankte.

 

Zu dieser Zeit bildeten sich auf ihrem Körper Wundmale, die immer wieder in den folgenden zwölf Jahren an jedem Freitag erneut auftraten. Darauf begann die Kirche im Jahr 1813 mit einer Untersuchung, die allerdings keinen Beweis über eine Vortäuschung der Wundmale erbrachte. Von nun an wurde Anna Katharina Emmerick zum Pilgerziel für Menschen aus aller Herren Länder und jeglicher Bevölkerungsschichten. 1819 wurden Ihre Visionen vom Dichter Clemens Brentano, der sie fünf Jahre regelmäßig besuchte, in 40 Foliobänden aufgezeichnet. Der Krankheitsverlauf bei Anna Katharina wurde neben der schon erwähnten kirchlich angeordneten Untersuchungen auch von mindestens 20 anderen Ärzten dokumentiert, welche die Wundmale und die damit in Verbindung stehenden regelmäßigen Blutungen genau dokumentierten. Anna Katharina Emmerick starb im Februar 1824 und wurde 2004 von Papst Johannes Paul II selig gesprochen.

 

Allerdings sind der Geschichte auch Fälle bekannt, in denen Menschen Wundmale bekamen, die nichts mit denen der Wundmale Christi zu tun haben. So hat es 1926 einen Fall gegeben, in dem die damals 12jährige Eleonora Zugun von einem Poltergeist angegriffen wurde. Dieser Fall wurde von der österreichischen Parapsychologin Gräfin Zoë Wassilko-Serecki über zwei Jahre hinweg dokumentiert und gilt als einer der bedeutendsten Fälle der Parapsychologie des letzten Jahrhunderts. Die Angriffe des Poltergeistes führten so weit, dass er das Mädchen kratzte und biss. Danach zeigte der Körper an Gesicht, Armen und Händen zahlreiche Kratzer und Zahnabdrücke. Die Angriffe hörten unvermittelt auf, als Eleonora in die Pubertät kam.

 

Ein äußerst spektakulärer Fall ist der von Therese Neumann. Sie wurde in der Nacht von Karfreitag 1898 in Konnersreuth geboren. Mit 20 Jahren erlitt sie einen Unfall durch einen Brand des elterlichen Hause und wurde ihre Wirbelsäule wurde schwer beschädigt. Außerdem erblindete sie und siechte jahrelang vor sich hin. Als die heilige Theresia in Rom vom Papst heilig gesprochen wurde konnte sie plötzlich nach viereinhalb jähriger Blindheit plötzlich sehen. Keine 2 Jahre später ließ auch die Lähmung nach und Therese konnte wieder aufstehen und gehen. Doch wart das Glück nicht lange, denn während der Fastenzeit 1926 stellten sich Stigmata an Händen, Füßen und der Brustkorbseite ein. Sie bekam Visionen über das Leben und Leiden Jesu und machte immer wenn die Wunden zu bluten begannen den Tod Jesus mental und physisch durch.

 

Über siebenhundert mal, so wird es überliefert! Sie aß und trank nicht mehr richtig und lebte 36 lange Jahre nur von der täglichen, heiligen Kommunion. Sie führte ein einfaches Leben in großer Hilfsbereitschaft, was sie nicht nur bei den Konnersreuthern, sondern auch in der ganzen Welt beliebt machte. 1862 starb Therese an einem Herzinfarkt und wurde in Konnersreuth beigesetzt wo wegen ihrer großen Wundertätigkeit noch heute viele Dankestafeln an ihrem Grab zu sehen sind. Viele Votivtafeln werden auch heute noch dort aufgestellt. Mehrfach wurde sogar schon im Vatikan eine Heiligsprechung beantragt.

 

 

Die wohl berühmteste stigmatisierte Persönlichkeit ist der 1887 in Italien geborene Pater Pio. Schon als kleiner Junge fällt den Eltern auf, dass er immer wieder Kreuze malt. Zunächst verbieten ihm die Eltern dies und untersagen ihm sogar den Schulunterricht, da er zuhause mithelfen und Schafe hüten musste. Doch nach langen Bitten schicken ihn die Eltern doch noch zum Unterricht. Mit grade mal sechzehn Jahren folgt er seiner Spiritualität und tritt einem Kapuzinerkloster bei, wo er den Namen Fra Pio erhält.

 

Er legt sein Gelübde ab und widmet sich dem Priesterstudium. Im Jahre 1918 geschieht etwas sonderbares. Quasi über Nacht erscheinen an seinem Körper die fünf Wundmale Christi. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Lande und auf der ganzen Welt. Hunderttausende von Menschen reisen in das kleine Dorf namens San Giovanni Rotondo. Immer wieder wurde der Priester als Schwindler dargestellt doch selbst genaueste Untersuchungen von Ärzten und der katholischen Kirche konnten keinen Betrug feststellen. Pater Pio litt sein ganzes Leben lang unter den offenen Wunden. Viele Menschen, die von der Medizin als Todeskandidaten oder als unheilbar bezeichnet wurden, heilte er mit der Hilfe Gottes.

 

Immer mehr Menschen fanden zu ihm und warteten oft stundenlang, nur um in seine Messen zu kommen oder ihn zu sehen. Pater Pio nahm seinen Auftrag im Namen des Herrn sehr dankbar an und baute mit den Spendengeldern die modernsten Krankenhäuser Italiens. Wo immer er Gutes tun konnte, war er da. Im Jahre 1969 stirbt Pater Pio 81 jährig und verspricht noch kurz vor seinem Tode, weiterhin aus dem Himmel den Gläubigen zu helfen.

 

Das kleine Dorf mit dem malerischen Kloster zieht noch heute viele Pilger magisch an. Berühmte Medien, die Kontakt zu der geistigen Welt herstellen können, behaupten, dass immer, wenn Pater Pio mit seinen lichtvollen Energien erscheint, ein zauberhafter Rosenduft den Raum erfüllt. Im Mai 1999 sprach ihn der Papst selig und hunderttausende pilgerten zu diesem Anlass nach Rom.

 

Man sagt, dass wann immer man Pater Pio um seine Hilfe bittet, er es mit Sicherheit nicht überhört und für uns im Himmel betet!

 

Wenn auch Sie unerklärliche Dinge erleben, paranormale Phänomene geschehen und Sie Fragen dazu haben stehe ich Ihnen gerne mit meiner über 35 jährigen Erfahrung als Expertin für wundersame Dinge hilfreich zur Seite!

 

Herzlichst Ihre

Susanne Klimt