Liebe Leserinnen und Leser,

 

heute möchte ich Ihnen einige der bekanntesten Magier vorstellen und Ihnen einen kleinen Einblick in Ihr Wirken geben.

 

Zuerst sollte hier Pytagoras von Samos (ca. 580 v.Chr. bis 500 v.Chr.) erwähnt werden. Pythagoras sah die Wirklichkeit als Verkörperung der immateriellen Magie der Zahlen und fasste seine Lehre – in der sich Wissenschaft und Religion verbanden – in der These „Alles ist Zahl“ zusammen. Dieser Lehre zu Folge hatten Zahlen ethische und moralische Eigenschaften.

 

Die Zahl 1 war oberstes männliches Prinzip und der materiefreien Gottheit Apoll gleichgesetzt. Oberstes weibliches Prinzip war die Zahl 2. Die 2 war die mit der Materie verbundene Zahl. Mithin war Männlichkeit Ausdruck des Himmlischen, des Körperlosen, und Weiblichkeit verband man mit Irdischem, mit Materiellem. Die Beschäftigung mit der Mathematik galt bei den Pythagoräer als Kommunikation mit dem überirdischen Reich der Zahlen-Götter.

 

 

Albertus Magnus/Albert Graf von Bollstädt (1206-1280) besaß für seine Zeit erstaunliche naturwissenschaftliche Kenntnisse, welche Ihn im Volksglauben zum Magier stempelten. Er prägte mit seiner Summa Theologiae und den darin beschriebenen Definitionen der Seele die Psychologie und Parapsychologie mit.

 

 

Nikolas Flamel (1330 – 1408) gelang es als einem der wenigen, einen gewöhnlichen Stoff in Gold zu verwandeln. Die wichtigste Voraussetzung, warum dies Flamel gelang, während so viele andere an diesem Vorhaben scheiterten, ist Flamels fehlende Habgier: Er wollte das Gold nicht für sich, sondern er ließ davon Einrichtungen für die Armen errichten. Nur denen, die sich innerlich frei machen und selbstlos nach dem Wohl ihrer Mitmenschen streben ist es gestattet, solche Geheimnisse zu enthüllen.

 

 

Doktor Johannes Faustus (1480-1540) ließ sich in alle Zauberkünste, derer er habhaft werden konnte, einweihen. Als er sich gar dem Teufel selbst zuwandte, fiel er von der Theologie ab, verlegte sich auf die Arzneikunst und erforschte den Himmelslauf. Er lernte, mit Kalender- und Almanachrechnung umzugehen und den Leuten zu verkünden, was diese von ihrer Geburtszeit an für Glück und Unglück erleben sollten.

 

 

Cornelius Agrippa von Nettesheim (1486 –1535). In seinem Werk ‚De occulta philosophia’ erweist sich Agrippa als bedeutender Humanist.
Gefördert von Trithemius versuchte Agrippa, die Magie als Naturwissenschaft zu etablieren. Christentum und Magie sollten sich wieder neu begegnen. Agrippa zu folge entwarf Gott das All. Es umschließt die 3 Welten der Elemente, Gestirne und Engel (Geister). Diese Welten sind hierarchisch geordnet, die niedere bildet jeweils die höhere ab, alle durchdringt und belebt die Quinta essentia (Weltseele, Spiritus mundi).

 

 

Raimundus Lullus (um 1500) war ein Mathematiker, Mystiker und Alchimist aus Spanien. Seine „ars generalis“ (allgemeine Kunst) oder „ars magna et ultima“ (grosse und höchste Kunst) stellt eine Art magischen Computer dar. Der ‚Doctor Illuminatus’, wie er genannt wurde, glaubte wie alle seine gelehrten Kollegen an die Macht der Gestirne, die er für die ärztliche Behandlung nutzbar machen wollte. Auch war er ein Anhänger der Zahlenmystik: er war – wie die Pythagoräer – der Überzeugung, dass den Zahlen wunderbare Kräfte innewohnen.

 

 

Paracelsus/ Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493-1541) glaubte wie Hippokrates an eine Behandlung, die vom Körper als einem Ganzen ausgeht und an die Heilkraft des Körpers selbst. Er betrachtete magische oder „mentale Kräfte“ als wichtig für den Heilungsprozess und suchte in der Alchimie nach grundlegenden Wahrheiten. “Magie ist eine große verborgene Weisheit – Verstand eine große offene Torheit”, erklärte er.

 

 

Nostradamus/ Michel de Nostre-Dame (1503 – 1560) war ein berühmter Arzt und Seher. Er erregte als Seher und Prophet durch seine so verblüffend präzisen Prophezeiungen weltweit Aufsehen. Nicht weniger bedeutsam – und nicht nur in seiner Zeit – ist er aber auch als Heiler und Arzt. Nostradamus erfühlte intuitiv, wie er einem Menschen helfen konnte. Er besaß eine außergewöhnliche Fähigkeit, sich die Natur zum Wohle des Menschen zu Eigen zu machen.

 

 

Dr. John Dee (1527 – 1608) Berühmter englischer Astrologe, Alchemist und Magier. Dee glaubte fest an die Astrologie. Er war nicht nur von ihrer mathematischen Exaktheit überzeugt, sondern ihn erfüllte das Bewusstsein, dass durch korrekte Deutung der Symbole der Himmelskörper die Unterscheidung und Erkennung geistiger Wahrheiten und Tendenzen möglich sei. Dazu gehörten wissenschaftliche Experimente, Entdeckungen und Erfindungen auf der einen Seite wie auf der anderen Seite vermeintliche Teufelspakte. Doch bestand eine höhere Stufe der Magie, deren Ziel von Dee die „Vereinigung mit guten Engeln mittels Reinigung der Seele“ genannt wurde.

 

 

Edward Kelley (1555-1597) gehörte zu den bekannten Alchimisten auf dem Hofe des Kaisers Rudolf II. von Habsburg. Kelley sah in die berühmte Kristallkugel, fiel in einen Trancezustand und rief mit Hilfe einer Wachstafel, in die magische Zeichen und Symbole eingraviert waren, die Geister an.

 

 

Robert Fludd/ Robertus de Fluctibus (1574-1637) war ein englischer Arzt, Theosoph und Verteidiger der Rosenkreuzer. Als Schüler des Paracelsus vertrat er den Mikrokosmos-Makrokosmos-Gedanken. Zwischen Gott und der Welt steht die Weltseele (anima mundi). Nach seiner Ansicht ist die ganze Welt nach den Gesetzen der Musik aufgebaut, was schon Pythagoras lehrte.

 

 

Athanasius Kircher (1602 – 1680). Wissenschaftliche Forschung war zur Zeit Kirchers noch von einer halb magischen Ära umgeben, und ihr Zweck war nichts geringeres, als dem Wirken des Geistes Gottes ansichtig zu werden. Kircher war von den astrologischen Einflüssen auf die menschliche Gesundheit und irdische Naturkatastrophen überzeugt. Er glaubte an Seejungfrauen und Greife und an die uneingeschränkte Geltung des Alten Testamentes.

 

 

Alessandro Graf von Cagliostro / Giuseppe Balsamo (1743 – 1795) Italienischer Okkultist, Alchemist und Freimaurer, der neben Casanova und St. Germain einer der großen Abenteurer des 18. Jahrhunderts war. Er verschaffte sich durch alchemistische Geheimmittel, Elixiere und Wunderkuren in ganz Europa ansehnliche Geldmittel und Zutritt zu hoch gestellten Personen. Er wurde er vom Papst wegen Ketzerei erst zum Tode, dann zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

 

 

Comte de Saint Germain (um 1800) nannte sich ein Abenteurer des 19. Jahrhunderts, der vermutlich portugiesischer Abstammung war und seit 1740 an verschiedenen Höfen Europas auftauchte. Er rühmte sich des Besitzes mehrerer magisch-alchimistischer Geheimnisse, unter anderem eines Lebenselixiers, das ihn selbst angeblich seit über 2000 Jahren jung erhalten habe. Casanova berichtet über eine Transmutation von Silber in Gold, die Saint-Germain in Den Haag vorgenommen haben soll. Bei Saint-Germain berühren sich auf merkwürdige Weise die Ziele der chinesischen Alchimie (Unsterblichkeit) und der abendländischen (Stein der Weisen).

 

 

Eliphas Levi (1810 – 1875) war ein französischer Okkultist, geboren als Alphonse Louis Constant, der für seine Untersuchungen magischer Praktiken berühmt wurde. Levi probierte viele Zauber selbst aus und soll dabei dem Vernehmen nach vor Entsetzen über seine Resultate zusammengebrochen sein. Seine Forschungen zu diesem Thema faszinierten viele berühmte und vornehme Personen, und so zählte Levi auch den bekannten englischen Romancier Edward Bluwer-Lytton zu seinen Freunden und Bewunderern. Er sammelte seine Gedanken über eine ganze Reihe von okkulten Themen in einer großen „History of Magic“, die für spätere Generationen von Okkultisten zur Pflichtlektüre wurde.

 

 

Francisco Piria Grosso (1847-1933) Er war der erfolgreichste Geschäftsmann aller Zeiten von Uruguay, vom Straßenverkäufer brachte er es zum größten Vermögen des Landes. Er war ein sozialer Visionär und Gründer der uruguayischen Stadt Piriápolis, die ihre Existenz einzig und allein seiner Vision und Tatkraft verdankt. Und er war ein großer Alchemist. Von seinen Kenntnissen legen u.a. sein erfolgreiches Leben und zahlreiche Symbole ein beredtes Zeugnis ab, die er an seinen Bauwerken anbringen ließ.

 

 

Samuel Liddell MacGregor Mathers (1856 – 1918) Englischer Okkultist, der die rituellen Magie vertrat. Mathers gründete in England und Frankreich mehrere Orden und okkulte Vereinigungen, zelebrierte ägyptische Messen und war in mancher Hinsicht Lehrer Crowleys. Die beiden entzweiten sich jedoch und führten einen magisch-rituellen Kampf gegeneinander.

 

 

Arthur Edward Waite (1857 – 1942) Amerikanischer Okkultist und führendes Mitglied des Golden-Dawn-Ordens.
Er war mehr Mystiker als Magier. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag auf dem Gebiet der Alchemie, der Kabbala und des Grals. Die Hauptwerke von Eliphas Levi übersetzte er ins Englische. Bekannt wurde er durch seine Tarotkarten, deren Bilder nach seinen Anweisungen von Pamela Coleman Smith angefertigt wurden.

 

Oswald Wirth (1860-1943) war Astrologe, Tarotforscher, Okkultist und Freimaurer, sein Lehrer war der aussergewöhnliche Stanislas de Guaita. 1889 entwarf Wirth das erste esoterische Tarot-Kartendeck, das zu einer Synthese des abendländischen esoterischen Wissens geriet.

Ludwig Staudenmaier (1865 – 1933) Nach philosophischen und theologischen Studien wurde Staudenmaier Chemiker und bayerischer Gymnasialprofessor. Mit 36 Jahren begann er Selbstversuche in der Experimentalmagie durchzuführen: In automatischer Schrift meldeten sich Geister, Staudenmaier hörte Stimmen, er entwickelte akustische und optische Illusionen sowie Halluzinationen. Bei den insgesamt über 20 Jahre andauernden Versuchen sollen auch PK Phänomene (Raps, Zersplitterung einer Substanz) vorgekommen sein.

 

 

Papus/ Dr. Gérard Anaclet-Vincent Encausse (1865-1916) Die beherrschende Gestalt der Esoterik im Frankreich der Jahrhundertwende. Der zeitgenössische Chemiker und Alchimist Jollivet-Castelot nannte ihn sogar den „außergewöhnlichsten und tiefsten Magier unserer Epoche“. Papus war zeit seines Lebens davon überzeugt, dass geheimes esoterisches Wissen mittels einer geheimen Linie okkulter Adepten weitergegeben wird und zählte sich selbst auch zu diesen „Auserwählten“.

 

 

Rasputin, Grigory Efimovitch (1869 – 1916) Er zog als Wanderpriester (russ.: aretz) , Wunderheiler und Prophet durch Russland. Durch die Wunderheilung des Zarensohnes errang er am Zarenhof eine solch starke Stellung, dass seine Gegner seine Ermordung beschlossen.

 

 

Georg Iwanowitsch Gurdjieff (1873 – 1949) Gurdjew eröffnete in Fontainebleau südlich von Paris das „Institut zur harmonischen Entwicklung des Menschen“. Er trieb seine Anhänger am Institut durch harte Arbeit, erzwungenes Stillschweigen und hohe Lebensziele bis an den Rand der Erschöpfung. Nach seiner Auffassung konnte die Sklaverei des roboterhaften Daseins, das die meisten Menschen mit dem wirklichen Leben verwechseln, nur dadurch überwunden werden. Er galt abwechselnd und gleichzeitig als Scharlatan, Weiser, Okkultist, Spion, Politiker, Gelehrter, Künstler, Magier, als Träger übersinnlicher Kräfte, als Bewahrer und als Neuerer.

 

 

Aleister Crowley (1875-1947) Seine magischen Experimente und geistreichen Neudeutungen vorhandener Systeme brachten dem Okkultismus wesentliche Innovationen. In seiner experimentellen Neugier genügten Crowley die relativ einfachen und harmlosen Lehren und Rituale des Golden Dawn auf Dauer nicht. Er probierte alle ihm erreichbaren magischen und okkulten Techniken aus und sah sich in fast jedem der damals existierenden Orden um. Das Universum beruht laut der Thelema-Lehre (von griech. thelein, wollen) auf dem Zusammenwirken der drei Wesenheiten Nuit, Hadit und Ra-Hoor-Kuit. Diese Namen sind von ägyptischen Göttern abgeleitet: Nuit steht für den unbegrenzten Raum bzw. für das Nichts, Hadit für das Zentrum ohne Ausdehnung bzw. die Einheit, die alle Dinge umfasst. Ra-Hoor-Kuit ist auch der Herrscher über den Äon des Horus. Die Menschheitsgeschichte wird von Crowley in Äonen (Weltalter) von jeweils 2000 Jahren eingeteilt. Während Osiris (der altägyptische Totengott) für die Religion des strebenden Gottes – das Christentum – gestanden habe, verkörperte der königliche Falkengott Horus die neue Religion des Willens und der Stärke.

 

 

Alexander von Bernus (1880–1965) Er war Dichter und Alchemist. Intensiv widmete er sich der naturwissenschaftlich-alchemistischen Forschung. Im Jahre 1921 gründete er im bayerischen Tapfheim sein eigenes alchemistisch-spagyrisches Laboratorium, in dem er in jahrzehntelanger Arbeit über dreißig Heilmittel entwickelte. Bernus hat die Jahrtausendealte Tradition der Alchemie, die mit Paracelsus mehr oder weniger abgebrochen war, wieder aufgegriffen.

 

 

Gardner, Gerald Brosseau (1884 – 1964) Englischer Verwaltungsbeamter und Pflanzer in Südostasien. Nach seiner Rückkehr nach England trug Gardner wesentlich zum Aufblühen einer Hexenbewegung bei, da er den Hexenglauben für die europäische Urreligion hielt, die es wieder zu beleben galt. Er ging davon aus, dass alle Lebewesen eine Art elektromagnetische Aura besitzen, und dass Hexen diese Kraft durch das Training ihres Willens nutzbar machen können um z.B. Hellsicht zu erlangen.

 

 

Austin Osman Spare (1886-1956) war Maler, Autor, Magier und einer der Urväter dessen, was sich inzwischen zur Chaosmagie weiter entwickelt hat. Er versucht, die Wirkung der Magie mit der zeitgenössischen Psychologie Sigmund Freuds zu erklären. Kernpunkt seiner magischen Arbeit war die Sigillenmagie, also die Arbeit mit bestimmten Symbolen, die visualisiert Erinnerungen/Bilder aus dem kosmischen Bewusstsein hervor holen können, die dann der Magier seinerseits im Bewusstsein anderen Personen auftauchen lassen kann. Magische Rituale wirken aufs Unterbewusstsein und entfalten dort durch Verdrängung die Kraft ihrer Erfüllung – die allerdings weit über den Bereich der eigenen Psyche hinausreicht. Wichtig wird hierbei die Unbewusstheit der magischen Operation, sie muss alsbald nach ihrer Durchführung vergessen werden (z.B. durch bannendes Lachen). Die Grundgedanken von Austin Osman Spare nahmen unter anderem spätere Erkenntnisse aus der Quantenmechanik voraus.

 

 

Dion Fortune (1890-1946) war erst Mitglied der Theosophischen Gesellschaft, dann Mitglied des berühmten Golden Dawn Ordens. Gründete 1922 die „Society of the Inner Light“. Sie arbeitete zeitweise als Psychoanalytikerin und gilt als eine der bedeutendsten Autoritäten auf dem Gebiet des Okkultismus.

 

 

Rah-Omir Quintscher/ Friedrich Wilhelm Quintscher (1893 – 1945) Quintscher war okkulter Schriftsteller und Gründer des Ordens mentalischer Bauherren (zeitweise in Zusammenarbeit mit Musallam), des Arbeiter-Freimaurerbundes (1921), der Afrikanischen Bauherrenloge, der Johannisbrüder und zahlreicher anderer mystischer Gruppierungen. Quintscher war der Lehrer Franz Bardons.

 

 

Franz Bardon (1909 – 1958) Einer der wichtigsten Magier und Okkultisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Bardon ist ungewöhnlich, weil er besonders durch seine zentrale Forderung nach Praxisnähe und praktizierbaren Übungen auffällt. Sein erklärtes Ziel war es, dem ernsthaften Schüler der Magie die beste magische Schulung anzubieten, die außerhalb einer okkulten Loge und ohne den Vorteil eines persönlichen Lehrers überhaupt möglich ist. Während Bardon zwar die Validität von Sexual-Magie anerkannte hatte, rät er doch dem Schüler nachdrücklich davon ab damit zu experimentieren solange er noch nicht alle Folgen abschätzen kann.

 

Und hier endet unsere Reise zu den Namen bekannter Magier.

 

Wenn auch Sie magische Hilfe benötigen, dann zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich stehe Ihnen gerne als Magierin mit meinem uralten Wissen hilfreich zur Seite!

 

 

Mit magischem Gruß

Ihre Großmeisterin der Magie

Susanne Klimt – Die Seherin®