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Von Pytagoras bis Bardon, von Susanne Klimt

Liebe Leserinnen und Leser,

 

heute möchte ich Ihnen einige der bekanntesten Magier vorstellen und Ihnen einen kleinen Einblick in Ihr Wirken geben.

 

Zuerst sollte hier Pytagoras von Samos (ca. 580 v.Chr. bis 500 v.Chr.) erwähnt werden. Pythagoras sah die Wirklichkeit als Verkörperung der immateriellen Magie der Zahlen und fasste seine Lehre – in der sich Wissenschaft und Religion verbanden – in der These „Alles ist Zahl“ zusammen. Dieser Lehre zu Folge hatten Zahlen ethische und moralische Eigenschaften.

 

Die Zahl 1 war oberstes männliches Prinzip und der materiefreien Gottheit Apoll gleichgesetzt. Oberstes weibliches Prinzip war die Zahl 2. Die 2 war die mit der Materie verbundene Zahl. Mithin war Männlichkeit Ausdruck des Himmlischen, des Körperlosen, und Weiblichkeit verband man mit Irdischem, mit Materiellem. Die Beschäftigung mit der Mathematik galt bei den Pythagoräer als Kommunikation mit dem überirdischen Reich der Zahlen-Götter.

 

 

Albertus Magnus/Albert Graf von Bollstädt (1206-1280) besaß für seine Zeit erstaunliche naturwissenschaftliche Kenntnisse, welche Ihn im Volksglauben zum Magier stempelten. Er prägte mit seiner Summa Theologiae und den darin beschriebenen Definitionen der Seele die Psychologie und Parapsychologie mit.

 

 

Nikolas Flamel (1330 – 1408) gelang es als einem der wenigen, einen gewöhnlichen Stoff in Gold zu verwandeln. Die wichtigste Voraussetzung, warum dies Flamel gelang, während so viele andere an diesem Vorhaben scheiterten, ist Flamels fehlende Habgier: Er wollte das Gold nicht für sich, sondern er ließ davon Einrichtungen für die Armen errichten. Nur denen, die sich innerlich frei machen und selbstlos nach dem Wohl ihrer Mitmenschen streben ist es gestattet, solche Geheimnisse zu enthüllen.

 

 

Doktor Johannes Faustus (1480-1540) ließ sich in alle Zauberkünste, derer er habhaft werden konnte, einweihen. Als er sich gar dem Teufel selbst zuwandte, fiel er von der Theologie ab, verlegte sich auf die Arzneikunst und erforschte den Himmelslauf. Er lernte, mit Kalender- und Almanachrechnung umzugehen und den Leuten zu verkünden, was diese von ihrer Geburtszeit an für Glück und Unglück erleben sollten.

 

 

Cornelius Agrippa von Nettesheim (1486 –1535). In seinem Werk ‚De occulta philosophia’ erweist sich Agrippa als bedeutender Humanist.
Gefördert von Trithemius versuchte Agrippa, die Magie als Naturwissenschaft zu etablieren. Christentum und Magie sollten sich wieder neu begegnen. Agrippa zu folge entwarf Gott das All. Es umschließt die 3 Welten der Elemente, Gestirne und Engel (Geister). Diese Welten sind hierarchisch geordnet, die niedere bildet jeweils die höhere ab, alle durchdringt und belebt die Quinta essentia (Weltseele, Spiritus mundi).

 

 

Raimundus Lullus (um 1500) war ein Mathematiker, Mystiker und Alchimist aus Spanien. Seine „ars generalis“ (allgemeine Kunst) oder „ars magna et ultima“ (grosse und höchste Kunst) stellt eine Art magischen Computer dar. Der ‚Doctor Illuminatus’, wie er genannt wurde, glaubte wie alle seine gelehrten Kollegen an die Macht der Gestirne, die er für die ärztliche Behandlung nutzbar machen wollte. Auch war er ein Anhänger der Zahlenmystik: er war – wie die Pythagoräer – der Überzeugung, dass den Zahlen wunderbare Kräfte innewohnen.

 

 

Paracelsus/ Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493-1541) glaubte wie Hippokrates an eine Behandlung, die vom Körper als einem Ganzen ausgeht und an die Heilkraft des Körpers selbst. Er betrachtete magische oder „mentale Kräfte“ als wichtig für den Heilungsprozess und suchte in der Alchimie nach grundlegenden Wahrheiten. “Magie ist eine große verborgene Weisheit – Verstand eine große offene Torheit”, erklärte er.

 

 

Nostradamus/ Michel de Nostre-Dame (1503 – 1560) war ein berühmter Arzt und Seher. Er erregte als Seher und Prophet durch seine so verblüffend präzisen Prophezeiungen weltweit Aufsehen. Nicht weniger bedeutsam – und nicht nur in seiner Zeit – ist er aber auch als Heiler und Arzt. Nostradamus erfühlte intuitiv, wie er einem Menschen helfen konnte. Er besaß eine außergewöhnliche Fähigkeit, sich die Natur zum Wohle des Menschen zu Eigen zu machen.

 

 

Dr. John Dee (1527 – 1608) Berühmter englischer Astrologe, Alchemist und Magier. Dee glaubte fest an die Astrologie. Er war nicht nur von ihrer mathematischen Exaktheit überzeugt, sondern ihn erfüllte das Bewusstsein, dass durch korrekte Deutung der Symbole der Himmelskörper die Unterscheidung und Erkennung geistiger Wahrheiten und Tendenzen möglich sei. Dazu gehörten wissenschaftliche Experimente, Entdeckungen und Erfindungen auf der einen Seite wie auf der anderen Seite vermeintliche Teufelspakte. Doch bestand eine höhere Stufe der Magie, deren Ziel von Dee die „Vereinigung mit guten Engeln mittels Reinigung der Seele“ genannt wurde.

 

 

Edward Kelley (1555-1597) gehörte zu den bekannten Alchimisten auf dem Hofe des Kaisers Rudolf II. von Habsburg. Kelley sah in die berühmte Kristallkugel, fiel in einen Trancezustand und rief mit Hilfe einer Wachstafel, in die magische Zeichen und Symbole eingraviert waren, die Geister an.

 

 

Robert Fludd/ Robertus de Fluctibus (1574-1637) war ein englischer Arzt, Theosoph und Verteidiger der Rosenkreuzer. Als Schüler des Paracelsus vertrat er den Mikrokosmos-Makrokosmos-Gedanken. Zwischen Gott und der Welt steht die Weltseele (anima mundi). Nach seiner Ansicht ist die ganze Welt nach den Gesetzen der Musik aufgebaut, was schon Pythagoras lehrte.

 

 

Athanasius Kircher (1602 – 1680). Wissenschaftliche Forschung war zur Zeit Kirchers noch von einer halb magischen Ära umgeben, und ihr Zweck war nichts geringeres, als dem Wirken des Geistes Gottes ansichtig zu werden. Kircher war von den astrologischen Einflüssen auf die menschliche Gesundheit und irdische Naturkatastrophen überzeugt. Er glaubte an Seejungfrauen und Greife und an die uneingeschränkte Geltung des Alten Testamentes.

 

 

Alessandro Graf von Cagliostro / Giuseppe Balsamo (1743 – 1795) Italienischer Okkultist, Alchemist und Freimaurer, der neben Casanova und St. Germain einer der großen Abenteurer des 18. Jahrhunderts war. Er verschaffte sich durch alchemistische Geheimmittel, Elixiere und Wunderkuren in ganz Europa ansehnliche Geldmittel und Zutritt zu hoch gestellten Personen. Er wurde er vom Papst wegen Ketzerei erst zum Tode, dann zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

 

 

Comte de Saint Germain (um 1800) nannte sich ein Abenteurer des 19. Jahrhunderts, der vermutlich portugiesischer Abstammung war und seit 1740 an verschiedenen Höfen Europas auftauchte. Er rühmte sich des Besitzes mehrerer magisch-alchimistischer Geheimnisse, unter anderem eines Lebenselixiers, das ihn selbst angeblich seit über 2000 Jahren jung erhalten habe. Casanova berichtet über eine Transmutation von Silber in Gold, die Saint-Germain in Den Haag vorgenommen haben soll. Bei Saint-Germain berühren sich auf merkwürdige Weise die Ziele der chinesischen Alchimie (Unsterblichkeit) und der abendländischen (Stein der Weisen).

 

 

Eliphas Levi (1810 – 1875) war ein französischer Okkultist, geboren als Alphonse Louis Constant, der für seine Untersuchungen magischer Praktiken berühmt wurde. Levi probierte viele Zauber selbst aus und soll dabei dem Vernehmen nach vor Entsetzen über seine Resultate zusammengebrochen sein. Seine Forschungen zu diesem Thema faszinierten viele berühmte und vornehme Personen, und so zählte Levi auch den bekannten englischen Romancier Edward Bluwer-Lytton zu seinen Freunden und Bewunderern. Er sammelte seine Gedanken über eine ganze Reihe von okkulten Themen in einer großen „History of Magic“, die für spätere Generationen von Okkultisten zur Pflichtlektüre wurde.

 

 

Francisco Piria Grosso (1847-1933) Er war der erfolgreichste Geschäftsmann aller Zeiten von Uruguay, vom Straßenverkäufer brachte er es zum größten Vermögen des Landes. Er war ein sozialer Visionär und Gründer der uruguayischen Stadt Piriápolis, die ihre Existenz einzig und allein seiner Vision und Tatkraft verdankt. Und er war ein großer Alchemist. Von seinen Kenntnissen legen u.a. sein erfolgreiches Leben und zahlreiche Symbole ein beredtes Zeugnis ab, die er an seinen Bauwerken anbringen ließ.

 

 

Samuel Liddell MacGregor Mathers (1856 – 1918) Englischer Okkultist, der die rituellen Magie vertrat. Mathers gründete in England und Frankreich mehrere Orden und okkulte Vereinigungen, zelebrierte ägyptische Messen und war in mancher Hinsicht Lehrer Crowleys. Die beiden entzweiten sich jedoch und führten einen magisch-rituellen Kampf gegeneinander.

 

 

Arthur Edward Waite (1857 – 1942) Amerikanischer Okkultist und führendes Mitglied des Golden-Dawn-Ordens.
Er war mehr Mystiker als Magier. Der Schwerpunkt seiner Tätigkeit lag auf dem Gebiet der Alchemie, der Kabbala und des Grals. Die Hauptwerke von Eliphas Levi übersetzte er ins Englische. Bekannt wurde er durch seine Tarotkarten, deren Bilder nach seinen Anweisungen von Pamela Coleman Smith angefertigt wurden.

 

Oswald Wirth (1860-1943) war Astrologe, Tarotforscher, Okkultist und Freimaurer, sein Lehrer war der aussergewöhnliche Stanislas de Guaita. 1889 entwarf Wirth das erste esoterische Tarot-Kartendeck, das zu einer Synthese des abendländischen esoterischen Wissens geriet.

Ludwig Staudenmaier (1865 – 1933) Nach philosophischen und theologischen Studien wurde Staudenmaier Chemiker und bayerischer Gymnasialprofessor. Mit 36 Jahren begann er Selbstversuche in der Experimentalmagie durchzuführen: In automatischer Schrift meldeten sich Geister, Staudenmaier hörte Stimmen, er entwickelte akustische und optische Illusionen sowie Halluzinationen. Bei den insgesamt über 20 Jahre andauernden Versuchen sollen auch PK Phänomene (Raps, Zersplitterung einer Substanz) vorgekommen sein.

 

 

Papus/ Dr. Gérard Anaclet-Vincent Encausse (1865-1916) Die beherrschende Gestalt der Esoterik im Frankreich der Jahrhundertwende. Der zeitgenössische Chemiker und Alchimist Jollivet-Castelot nannte ihn sogar den „außergewöhnlichsten und tiefsten Magier unserer Epoche“. Papus war zeit seines Lebens davon überzeugt, dass geheimes esoterisches Wissen mittels einer geheimen Linie okkulter Adepten weitergegeben wird und zählte sich selbst auch zu diesen „Auserwählten“.

 

 

Rasputin, Grigory Efimovitch (1869 – 1916) Er zog als Wanderpriester (russ.: aretz) , Wunderheiler und Prophet durch Russland. Durch die Wunderheilung des Zarensohnes errang er am Zarenhof eine solch starke Stellung, dass seine Gegner seine Ermordung beschlossen.

 

 

Georg Iwanowitsch Gurdjieff (1873 – 1949) Gurdjew eröffnete in Fontainebleau südlich von Paris das „Institut zur harmonischen Entwicklung des Menschen“. Er trieb seine Anhänger am Institut durch harte Arbeit, erzwungenes Stillschweigen und hohe Lebensziele bis an den Rand der Erschöpfung. Nach seiner Auffassung konnte die Sklaverei des roboterhaften Daseins, das die meisten Menschen mit dem wirklichen Leben verwechseln, nur dadurch überwunden werden. Er galt abwechselnd und gleichzeitig als Scharlatan, Weiser, Okkultist, Spion, Politiker, Gelehrter, Künstler, Magier, als Träger übersinnlicher Kräfte, als Bewahrer und als Neuerer.

 

 

Aleister Crowley (1875-1947) Seine magischen Experimente und geistreichen Neudeutungen vorhandener Systeme brachten dem Okkultismus wesentliche Innovationen. In seiner experimentellen Neugier genügten Crowley die relativ einfachen und harmlosen Lehren und Rituale des Golden Dawn auf Dauer nicht. Er probierte alle ihm erreichbaren magischen und okkulten Techniken aus und sah sich in fast jedem der damals existierenden Orden um. Das Universum beruht laut der Thelema-Lehre (von griech. thelein, wollen) auf dem Zusammenwirken der drei Wesenheiten Nuit, Hadit und Ra-Hoor-Kuit. Diese Namen sind von ägyptischen Göttern abgeleitet: Nuit steht für den unbegrenzten Raum bzw. für das Nichts, Hadit für das Zentrum ohne Ausdehnung bzw. die Einheit, die alle Dinge umfasst. Ra-Hoor-Kuit ist auch der Herrscher über den Äon des Horus. Die Menschheitsgeschichte wird von Crowley in Äonen (Weltalter) von jeweils 2000 Jahren eingeteilt. Während Osiris (der altägyptische Totengott) für die Religion des strebenden Gottes – das Christentum – gestanden habe, verkörperte der königliche Falkengott Horus die neue Religion des Willens und der Stärke.

 

 

Alexander von Bernus (1880–1965) Er war Dichter und Alchemist. Intensiv widmete er sich der naturwissenschaftlich-alchemistischen Forschung. Im Jahre 1921 gründete er im bayerischen Tapfheim sein eigenes alchemistisch-spagyrisches Laboratorium, in dem er in jahrzehntelanger Arbeit über dreißig Heilmittel entwickelte. Bernus hat die Jahrtausendealte Tradition der Alchemie, die mit Paracelsus mehr oder weniger abgebrochen war, wieder aufgegriffen.

 

 

Gardner, Gerald Brosseau (1884 – 1964) Englischer Verwaltungsbeamter und Pflanzer in Südostasien. Nach seiner Rückkehr nach England trug Gardner wesentlich zum Aufblühen einer Hexenbewegung bei, da er den Hexenglauben für die europäische Urreligion hielt, die es wieder zu beleben galt. Er ging davon aus, dass alle Lebewesen eine Art elektromagnetische Aura besitzen, und dass Hexen diese Kraft durch das Training ihres Willens nutzbar machen können um z.B. Hellsicht zu erlangen.

 

 

Austin Osman Spare (1886-1956) war Maler, Autor, Magier und einer der Urväter dessen, was sich inzwischen zur Chaosmagie weiter entwickelt hat. Er versucht, die Wirkung der Magie mit der zeitgenössischen Psychologie Sigmund Freuds zu erklären. Kernpunkt seiner magischen Arbeit war die Sigillenmagie, also die Arbeit mit bestimmten Symbolen, die visualisiert Erinnerungen/Bilder aus dem kosmischen Bewusstsein hervor holen können, die dann der Magier seinerseits im Bewusstsein anderen Personen auftauchen lassen kann. Magische Rituale wirken aufs Unterbewusstsein und entfalten dort durch Verdrängung die Kraft ihrer Erfüllung – die allerdings weit über den Bereich der eigenen Psyche hinausreicht. Wichtig wird hierbei die Unbewusstheit der magischen Operation, sie muss alsbald nach ihrer Durchführung vergessen werden (z.B. durch bannendes Lachen). Die Grundgedanken von Austin Osman Spare nahmen unter anderem spätere Erkenntnisse aus der Quantenmechanik voraus.

 

 

Dion Fortune (1890-1946) war erst Mitglied der Theosophischen Gesellschaft, dann Mitglied des berühmten Golden Dawn Ordens. Gründete 1922 die „Society of the Inner Light“. Sie arbeitete zeitweise als Psychoanalytikerin und gilt als eine der bedeutendsten Autoritäten auf dem Gebiet des Okkultismus.

 

 

Rah-Omir Quintscher/ Friedrich Wilhelm Quintscher (1893 – 1945) Quintscher war okkulter Schriftsteller und Gründer des Ordens mentalischer Bauherren (zeitweise in Zusammenarbeit mit Musallam), des Arbeiter-Freimaurerbundes (1921), der Afrikanischen Bauherrenloge, der Johannisbrüder und zahlreicher anderer mystischer Gruppierungen. Quintscher war der Lehrer Franz Bardons.

 

 

Franz Bardon (1909 – 1958) Einer der wichtigsten Magier und Okkultisten des zwanzigsten Jahrhunderts. Bardon ist ungewöhnlich, weil er besonders durch seine zentrale Forderung nach Praxisnähe und praktizierbaren Übungen auffällt. Sein erklärtes Ziel war es, dem ernsthaften Schüler der Magie die beste magische Schulung anzubieten, die außerhalb einer okkulten Loge und ohne den Vorteil eines persönlichen Lehrers überhaupt möglich ist. Während Bardon zwar die Validität von Sexual-Magie anerkannte hatte, rät er doch dem Schüler nachdrücklich davon ab damit zu experimentieren solange er noch nicht alle Folgen abschätzen kann.

 

Und hier endet unsere Reise zu den Namen bekannter Magier.

 

Wenn auch Sie magische Hilfe benötigen, dann zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren. Ich stehe Ihnen gerne als Magierin mit meinem uralten Wissen hilfreich zur Seite!

 

 

Mit magischem Gruß

Ihre Großmeisterin der Magie

Susanne Klimt – Die Seherin®

Gibt es Werwölfe wirklich?

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Liebe Leserin, lieber Leser,

 

gibt es Werwölfe wirklich? Seit Jahrhunderten liest und hört man von beeindruckenden Schilderrungen und Augenzeugenberichten. Aber was ist denn überhaupt ein Werwolf?

 

Fast in allen Kulturen der Weltgeschichte, sind Verwandlungen vom Menschen in Tiere oder in Mischwesen bekannt. Der Begriff „Werwolf“ bezeichnet das Mysterium, das sich ein Mensch unter besonderen Umständen nachts in ein Tier verwandeln kann und bei Tagesanbruch wieder seine menschliche Gestalt annimmt.

 

Dies nennt man auch Lykanthrophie (von griechisch Lýkos, „Wolf“ und Anthrōpos, „Mensch“) und bezeichnet die Verwandlung eines Menschen in einen Werwolf (Wolfsmenschen). Im alten Griechenland gab es die Sage von König Lykaon von Arkadien, der wegen Opferung eines Kindes in einen Wolf verwandelt wurde.

 

Der Ursprung der Werwolf-Sagen ist in den kultischen der Festen der Skythen zu suchen, bei deren Feierlichkeiten man sich mit einem wolfsgestaltigen Gott vereinte, indem man sich mit einem Wolfsfell bekleidete. Von den Skythen wurde dann dieser Brauch an die Germanen überliefert, wobei in späterer Zeit nur die Sage überblieb und der Ursprung vergessen wurde.

 

Im Zuge der mittelalterlichen Inquisition nahm man die Mähr vom Werwolf gerne als Anlass, Menschen zu verurteilen und hinzurichten. Das mittelalterliche Köln erlebte im Jahre 1589 die wohl aufregendste und populärste Anklage gegen einen Werwolf. Der Bauer Peter Stubbe wurde hingerichtet, weil er laut Zeugenaussagen angeblich rund ein Dutzend Kinder umgebracht und sich an mehreren Mädchen vergangen haben sollte. Strittig ist bis heute, ob es sich bei diesem Prozess tatsächlich darum drehte, Peter Stubbe als Werwolf zu verurteilen, oder es sich um einen arrangierten Prozess handelte, der lediglich dazu dienen sollte, sich eines politischen Querulanten zu entledigen. Der Fall Stubbe stieß auch außerhalb Deutschlands auf großes Interesse, es wurden sogar Handzettel verteilt, auf denen in Wort und Bild die vermeintlichen Untaten Stubbes sensationslustig bis ins kleinste Detail geschildert wurden.

 

Der Fall trug sehr zur Verbreitung des Werwolfmythos bei und war für die mittelalterliche katholische Kirche ein neuerlicher Grund, um Menschen und Tiere zu verteufeln. Schnell sprachen sich die Geschichten herum und häufig kam es vor, dass so mancher ängstlicher Mensch in allem und jedem einen Werwolf sah.

 

Eine der schönsten Werwolfgeschichten, die mir jemals zugetragen wurde, ist die Geschichte von Marinka und Paul. Im 18. Jahrhundert lebte die junge, wunderschöne Marinka in einer kleinen Bauernkate am Rande des Waldes der Masuren. Als Vollwaise erarbeitete sie sich ihren Lebensunterhalt mit dem Hüten von Schafen. Eines Tages bemerkte sie große Aufruhr in ihrer Herde. Ein Wolf hatte sich angeschlichen und versuchte ein junges Lamm zu reißen. Marinka ergriff geistesgegenwärtig einen Stein und warf ihn dem Wolf an den Kopf. Der Wolf heulte auf und ergriff die Flucht ins nächste Dickicht.

 

Wenige Minuten später kam ein junger Mann aus dem Gehölz hervor und schaute Marinka traurig an. Marinka erschrak, denn sie erkannte die Augen des Wolfes wieder. Mit ihrem starken Glauben zu Gott rief sie ihm beherzt zu: “Hab keine Angst! Ich habe mit meinem Herzen Dein wahres Gesicht erkannt!“ doch der Mann rannte fort. Einige zeit später erschien er Marinka noch einige male und sie verliebten sich ineinander. Den Dorfbewohnern blieb es nicht verborgen, das die fromme Marinka zeitweilig Herrenbesuch bekam und eines nachts beschlossen sie sie zu beobachten, stellten dabei jedoch entsetzt fest, das der Mann die Gestalt eines Wolfes annahm. Marinka wurde bezichtigt einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben und verurteilt. Auf wundersame Weise jedoch gelang ihr die Flucht. Man suchte nach ihr doch sie wurde nie gefunden.

 

So hat sich bis heute diese Geschichte weiter getragen und immer wenn des Nachts die Wölfe heulen, dann sagt man in Masuren, es seien Marinka und Paul die ihre Liebe beweinen. Seit je her galt der Wolf auch als Reittier von Hexen.

 

Dies wird im wohl bekanntesten Buch der Inquisition, dem so genannten Hexenhammer, beschrieben. Im Mittelalter begannen damit auch regelrechte Hetzjagden auf Wölfe. So verpflichtete beispielsweise Karl der Große seine Ritter dazu, nicht nur die heidnischen Sachsen zu verfolgen, sondern auch jeden Wolf zu töten, der ihnen unterwegs begegnete. Der Adel kam diesem neuen Volkssport gerne nach und züchtete für die Jagd auf Wölfe eine neue Hunderasse, den irischen Wolfshund.

 

In späteren Zeiten des Mittelalters wurde das Problem der Wolfswerdung von den damaligen Wissenschaftlern jedoch ernster genommen. So untersuchte man, ob es tatsächlich möglich wäre, sich in ein Tier zu verwandeln und kam zu dem Schluss, das bestimmte Hexen und Hexenmeister sich mit Hilfe einer magischen Salbe in Werwölfe verwandeln konnten. Man einigte sich darauf, dass sich dies nicht mit den göttlichen Lehren vereinbaren ließe und so wurde auch im „Malleus maleficarum“ (Hexenhammer) schriftlich fixiert, dass es sich um ein Trugbild des Teufels handle, was vor allem in Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und der Schweiz Folter und den Tod auf dem Scheiterhaufen vieler tausender Männer und Frauen bedeutete.

 

Wie auch bei den Hexenprozessen reichte eine geringe Beschuldigung (allein schon der Verdacht) aus, um einen vermeintlichen Werwolf auf den Scheiterhaufen zu bringen. Das Urteil stand schon vorab fest und wer die gewünschten Antworten nicht lieferte wurde gefoltert bis er gestand. Heutzutage weiß man, dass es eine Reihe von medizinischen Erklärungen gibt, warum ein Mensch irrtümlich für ein Wolf gehalten wird. Die grausame Erbkrankheit Porphyrie verursacht eine gelbliche, oft behaarte Haut, die extrem lichtempfindlich sein kann. Daher können die Erkrankten nur im Dunkeln hinausgehen, um keine Gewebeschäden zu riskieren. Ihre Hände sind von Geschwüren deformiert, so dass sie oft wie Tierpfoten erscheinen.

 

Auch so genannte Mutterkornvergiftungen, die durch verdorbenen Roggen ausgelöst wurden, waren in Europa spätestens seit dem neunten Jahrhundert leider weit verbreitet. Die häufig tödlichen Vergiftungen konnten lebhafte Halluzination der unterschiedlichsten Art hervorrufen. Im toxischen Wahn verhielten sich die Betroffenen oftmals wie ein wildes Tier und griffen bestialisch ihre Mitmenschen an. Bei psychischen Erkrankungen, unter anderem der Lykanthrophie, manifestieren sich kannibalische Wunschphantasien. Eine Krankheit, in der die Patienten mit mörderischer Veranlagung, ihren Trieb zu töten einem Tierwesen zuschreiben und die Verantwortung an ihr animalisches „Ich“ übergeben. In ihrer Wahnvorstellung betrachten sie sich irgendwann nur noch als das Tier.

 

Ein weiterer Aspekt der heutigen Werwolf-Geschichten ist die Verbindung mit dem Vollmond. Der Lauf des Mondes hat einen großen Einfluss auf Menschen und Pflanzen, was auch den Kelten bereits bekannt war. Deswegen ist es nicht erstaunlich, dass die magische Verwandlung eines Menschen in einen Wolf auch heute noch mit dem Mond in Verbindung gebracht wird.

 

Wie wir gesehen haben, gibt es Tiermenschen auf der ganzen Welt und in vielen unabhängigen Kulturkreisen. Die Wolfsmenschen sind ein Teil der Kulturen jener Länder, in denen Wölfe vorkommen. Aber die Geschichten von Menschen, sich in einen Wolf und wieder zurück verwandeln können, findet man vornehmlich in Europa. Jede Generation machte dieses Monster noch etwas gefährlicher und fügte noch ein Detail hinzu.

 

Weil die Werwolf-Geschichten sich über so eine lange Zeit entwickelt haben ist es sehr unwahrscheinlich, dass tatsächlich ein Werwolf existiert, wie er heute beschrieben wird. Es wird mit solchen falschen Wahrheiten wieder nur einmal deutlich, wie schnell sich irgendwelche Phantasien der Menschen herum sprechen und wie schnell Personen auf Grund einer Krankheit oder ihres Äußeren unschuldig verurteilt werden.

 

Meinem Erachten nach gibt es den Werwolf, den wir aus Märchen, Sagen und Hollywoodfilmen kennen, nicht. Somit glaube ich auch nicht an echte Werwölfe, die in Vollmondnächten Jagd auf Menschen machen. Höchstens an psychisch kranke Menschen, die meinen ein Werwolf zu sein.

 

Also haben Sie keine Angst vor Wölfen, sondern betrachten Sie diese als wunderbare Tiere, die sich Gott sei Dank auch wieder in unseren heimischen Wäldern ansiedeln nachdem Sie fast ausgerottet wurden und verurteilen Sie niemals einen Menschen als Werwolf, denn diese gibt es nicht!

 

 

Ich wünsche Ihnen nur gute Begegnungen mit Mensch und Tier!

Herzlichst Ihre

Ihre Susanne Klimt

 

Bei Fragen zu paranormalen Phänomenen, Spukerscheinungen und außergewöhnlichen Dingen stehe ich Ihnen gerne mit meiner über 35 Jahre zählenden Berufserfahrung als Expertin für paranormale Phänomene hilfreich zur Seite.

Kleine Kräuterkunde Teil II

 

Susanne Klimt bei Atlantis4u

 

Kleine Kräuterkunde Teil I

 

Susanne Klimt bei Atlantis4u

 

Steintürme- zeigen Sie Verbundenheit zu Ihrem Lieblingsort und zu den Ahnen!

Steinturm von Susanne Klimt

Steinturm von Susanne Klimt

 

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum auf der ganzen Welt an manch markanten Orten kunstvoll aufeinander gestapelte Türme aus Steinen liegen? Ich möchte es ihnen erklären!

Kulturell besitzen die meist etwas schiefen Türme unterschiedliche Bedeutungen. In den Alpen werden gerne Steine auf den Gipfeln aufgetürmt, zum einen von Bergsteigern, um zu signalisieren dass sie den Berg erklommen haben, zum anderen werden sie auch gerne als Vermessungspunkt genutzt.

In Skandinavien jedoch sollen diese einzigartigen Türme vor Trollen und ungebetenen Geistern in der Natur schützen! Auf Island dienen sie ebenfalls als eine Art Talisman gegen Dämonen und helfen dem Wanderer bei dem meist dichten nebel der dort an manchen Orten vorherrscht sicher den Weg zum nächsten Ort zu finden.

Die Eskimos bauen Steintürme als Landmarkierungen, Hinweise auf besondere Wege und Jagdhilfen. Durch bestimmte Bauformen zeigen sie den anderen Inuit zum Beispiel ob ein Wasserweg befahrbar oder mit dickem Eis zugefroren ist. Auch sie sehen diese Türme ebenfalls als Schutz vor bösen Geistern!

Die Südamerikanischen Ureinwohner jedoch sehen diese Steinhaufen zu Ehren der Götter. Es ist Usus immer wenn man an einem Steinturm vorbei wandert, einen neuen Stein obenauf zu legen!

Im Orient dienten diese Türme als markante Zeichen um sicher eine Wüste zu durchqueren. In Nepal und Tibet sind es Wohnsitze der Götter oder Schutzgeister. Sie werden sowohl an markanten Stellen errichtet, als auch im kleinen an Häusern, um den Schutzgeistern ein schönes Zuhause zu bieten. meist mit bunten Gebetsfahnen, welche den Göttern und Geistern als Opfer dargebracht werden geschmückt, sieht man diese stetig „wachsenden“ Gebilde schon von weit und fern.

Auch am Meer dienten solche Bauwerke den Seefahren als Navigationshilfe um das sichere Ufer schnell und auf befahrbarem Wege schnell zu erreichen.

Steinturm von Susanne Klimt am Abend

Steinturm von Susanne Klimt am Abend

Ich sehe solche Steintürme als eine wundervolle Art, den Ahnen in der Natur ein kleines Monument zu errichten und um die Naturgeister einzuladen, einem meiner gerne in der Natur ausgeübten Rituale zu begleiten. Man muss nicht immer an weltberühmten Kraftorten stehen! Erschaffen Sie sich ihren eigenen Kraftort!

Haben Sie neue Ziele vor Augen und wissen nicht, wie sie es schaffen können dieses Ziel zu erreichen? Dann gehen sie raus in die Natur und bauen mal einen Steinturm!

Sammeln sie die meist unförmigen Kiesel oder Felsstücke. Schauen sie sich die Form an- sind da nicht genau solche Ecken und Kanten wie sie grade ihnen in ihrem Leben gefühlt im Wege stehen?

Fangen sie an die Steine zusammen zu fügen wie ein Puzzle. Auch wenn sie meinen, der Turm wird gleich zusammen fallen, werden sie feststellen, dass er es nicht tut! Da die ersten Schritte einen neuen Weg zu gehen immer die schwersten sind, fangen sie einfach mit dem größten Stein an und fertigen sie den Turm nach oben mit immer kleineren Steinen.

Merken Sie etwas? Ja- es wird immer leichter, den Turm zu bauen! Im übertragenen Sinne: wenn sie den ersten Schritt gemacht haben, werden die Hürden ihren eigenen Weg zu beschreiten immer kleiner! Es wird immer leichter!

Laden sie ihre Ahnen und die Naturgeister dazu ein. Spüren sie ihren Atem während sie diesen Turm bauen. Betrachten sie ihn von allen Seiten, genau so wie sie ihr Leben betrachten. Ist er nicht wunderschön geworden?! Genau so schön kann ihr Leben mit allen Ecken und Kanten sein!

Denken sie beim Bau an die Ziele welche sie erreichen möchten und bitten sie die Naturgeister um Hilfe – sie werden sehen ihr Wunsch wird nicht überhört bleiben!

Susanne Klimt Schottland

Susanne Klimt Schottland

Sollten sie eine spirituelle Beratung suchen, Hilfe in ihrem Leben benötigen, grade in einer Krise stecken, oder einfach nur das Bedürfnis zu haben zu schauen, wie es in Ihrem Leben weiter geht, dann stehe ich ihnen mit meiner 35 jährigen Erfahrung als Seherin, kartenlegerin und Expertin für weiße Magie gerne hilfreich zur Seite!

Mit lichtvollem Gruß

Susanne Klimt

 

 

Copyright by Die Seherin® Susanne Klimt

 

Mysteriöse Wassergeister – die „Kelpies“

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Ein Kelpie ist ein schottischer Wassergeist, der in den Flüssen der Highlands lebt! Laut Überlieferung schaut der Kelpie aus wie ein wunderschönes, tiefblau- schwarzes Pferd mit Robben ähnlichem Fell.

Den Menschen zeigt es sich zunächst wie ein friedliches und freundliches Tier, so als ob es ein zahmes Pony wäre, welches sich verirrt hat und in einen Fluss gestürzt ist.

Doch wehe dem Menschen, der sich darauf einlässt es zu streicheln, oder auf das Pferd zu setzen, um zum Beispiel einen Fluss sicher auf dessen Rücken zu überqueren!

Der Mythologie nach galoppiert es dann mit seinem Reiter davon und stürzt sich in die Fluten des tiefen Flusses, um den Menschen tief unten am Grund des Gewässers aufzufressen!

Der schottische Kelpie wird häufig mit den sogenannten Wasserpferden verwechselt. Diese im Gälischen auch „Each Uisge“ genannt leben jedoch nicht in den Flüssen der Highlands, sondern im offenen Meer rund um die Küsten Schottlands herum!

Die Rockband Jethro Tull widmete dem Kelpie sogar einen bekannten Song! Jethro Tull „The Kelpie“

Mein Tipp: In diesen Legenden liegt immer ein wenig Wahrheit drin! Machen Sie es nicht so wie diejenigen, welche den Kelpies hinterher laufen, um dann letzendlich selber zu versinken! Botschaft der Geschichte ist es, auch wenn sie etwas noch so schön finden oder lieben – rennen sie niemals irgend jemandem, oder irgendetwas hinterher! Seien Sie sich über ihren Selbstwert bewusst und freuen sie sich über all das positive und liebevolle Dinge und Menschen, welche zu ihnen finden!

Mit lichtvollem Gruß

Susanne Klimt

 

Copyright by Die Seherin® Susanne Klimt

Die magischen Witchbottles – eine Hexenflasche der besonderen Art!

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Die Witchbottle kommt in ihrem Ursprung aus Großbritannien. „Witchbottle“ bedeutet zu Deutsch „Hexenflasche“.

In Museen sind dort vereinzelt alte Originale zu sehen und erst kürzlich wurde so eine magische Hexenflasche vollständig erhalten bei Bauarbeiten gefunden! Der spektakuläre Fund wurde untersucht, durchleuchtet und schließlich auch vorsichtig geöffnet. Heraus kam, dass es sich bei der Flüssigkeit unter anderem um menschlichen Urin eines Rauchers handelt und merkwürdige Utensilien, wie Nägel, Nabelschnur und ein durchbohrtes Lederherz ebenfalls zu finden waren.

Hunderte solcher Gefäße wurden schon im Laufe der Zeit im vereinigten Königreich gefunden. Der Begriff „Witchbottle“ war zunächst gar nicht so hexenfreundlich gemeint, denn diese Gefäße sollten vor Verhexung und bösen Zaubern allzu magisch engagierter Damen schützen. Im alten England gab es zur Zeit des 15. und 16. Jahrhunderts einen regelrechten Boom, ganze Häuser nebst darin wohnenden Menschen versuchten sich über Generationen hinweg zu verfluchen. Diesem unerfreulichen Modetrend sollte die spezielle Hexenflasche entgegenwirken.

Da Glas für das einfache Volk kostbar war, nahm man zunächst Tonkrüge, die sogenannten „Bartmann Flaschen“ welche interessanter Weise aus Deutschland, genauer gesagt aus Frechen bei Köln kamen. Eigentlich zeigten sie das Konterfei des Kardinals Robert Belarmin. Die Briten sahen darin jedoch den großen Zauberer Merlin, mit weißem Bart und strengem Gesichtsausdruck. Deshalb waren diese Flaschen, oder besser gesagt Tonkrüge besonders magisch geodet!

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Später, als Glas preiswerter wurde, nutzte man auch einfache Glasflaschen für die Ritualarbeit. Damals waren diese Flaschen also dazu gedacht, um sich vor Hexen und magischen Verwünschungen zu schützen. Im Laufe der Zeit jedoch wendete sich das Blatt und viele Magier, Druiden und weise Frauen boten diese kuriosen Behältnisse auch für andere Zwecke an. Liebe, Geld, Schutz und Gesundheit standen dabei an erster Stelle. Ein ganzer Markt für diese kleinen, manchmal schaurig und geheimnisvoll ausschauenden Fläschchen entstand. Dieser hat sich bis in die heutige Zeit erhalten!

Offensichtlich haben diese kleinen Zauber auch ihre Wirkung erfüllt, denn sonst gäbe es nicht bis in die moderne Zeit diese Tradition. Auf Befragung mancher Hauseigentümer gaben diese zu, seit mehreren Generationen solche Flaschen zu besitzen. Oft werden diese in die Wände des Hauses eingemauert, im Garten vergraben oder an Öffnungen, wie Fenster, Türen oder dem Kamin, für andere Menschen unsichtbar angebracht. Die Erstellung einer klassischen „Witch Bottle“ klingt für uneingeweihte Menschen etwas absurd.

Metallnägel, meist krumm geschlagen, Glas- oder Spiegelscherben, Fingernägel, sowie beschriftete Lederstücke in unterschiedlicher Form sind nur einige der gebräuchlichsten Utensilien. Um negative Einflüsse abzuwenden machten diese Zutaten auch einen Sinn! Man muss hier alles im übertragenen Sinne sehen und die Symbolkraft der Utensilien und Zutaten zu deuten wissen.

Natürlich ist die heutige Witchbottle nicht mehr mit unhygienischen Zutaten bestückt und im Laufe der Zeit dementsprechend angepasst worden. Hexenflaschen sind ein hochwirksames, magisches Utensil, um sich z.B. vor negativen Einflüssen zu schützen. Ein über Jahrhunderte altbewährtes Mittel für einmal gekauft, schützt es im weismagischen Sinne  ganze Generationen!

Ich als weiße Magierin führe diese wundervolle Tradition meiner schottischen Vorfahren weiter und fertige auf Bestellung diese hochmagischen Flaschen noch nach altem Brauch an! Altbewährtes Wissen im neuen Gewand mit einem speziellen Talisman, der magisch geodet im feinstofflichen Sinne gegen negative Angriffe, Verfluchungen, Pech, Mobbing uvm. helfen kann.

Da ich eine der wenigen bin, welche diese magische Kostbarkeit noch anfertigt, sind meine Flaschen in Cornwal/ England im berühmten Museum of Witchcraft ausgestellt!

Mit lichtvollem Gruß

Susanne Klimt

Be blessed! Seid gesegnet!

 

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